Mein Motto 2020

Mein Motto für das Jahr 2020:

„ Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn wir eigentlich viel zu tun hätten.“

Noèl Coward

Als ich mir über das nächste Jahr, also 2020, Gedanken machte, schoss mir sofort das Wort TUN in den Kopf.

Aber Warum gerade mir dieses Wort?

Ich bin, meiner Meinung nach, eh eine totale „Tuerin“.

Ich gehe auf Menschen zu, bin für mein Business aktiv und motiviert, ich schmeiß mich als Stuntfrau vor Autos und die Stiegen runter, und ich unternehme mit meinen beiden Kindern alle noch so erdenklichen Streifzüge. Ganz abgesehen vom Zirkeltraining, Yoga und laufen, dass ich in meiner Woche noch unterbringe. Frei nach dem Motto: Nur jemand der sich bewegt, bewegt etwas.

Warum also kommt mir das Wort TUN in den Sinn?

Und dann las ich das oben genannte Zitat: „ Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn wir eigentlich viel zu tun hätten.“ Und mein Herz lachte laut los.

Ahhhhh Nichtstun ist gemeint. Ich habe ja eh immer viel zu tun, also kann nur das nichtstun gemeint sein. Geistesblitz. Bam.

Tja, doch nach längerem Nachdenken, merkte ich, dass dem auch nicht so war. Leider. Ich soll nicht nichtstun.

Es geht also um das Gleichgewicht von tun und nichtstun. Ja auch das nichtstun muss gelernt sein.Den so einfach ist auch dass nicht.

Wenn ich in meinem früheren Leben:-) als darstellende Künstlerin nichts zu tun hatte, war das der größte Stress für mich. Den es hieß weniger Kohle. Heute ist es ein wenig anders.

Die Menschen, die Kinder haben, wissen wovon ich schreibe. Bei Kindern ist IMMER etwas zu tun.

Wie also finde ich die Balance zwischen tun und nichtstun?

Und was gibt es für mich nächstes Jahr zu tun, oder eben auch nicht zu tun?

Wo soll ich mehr meiner kostbaren Zeit investieren, und wo weniger?

Stehe ein für das, woran Du glaubst

Ja genau das möchte ich 2020 tun. Ich werde in Übereinstimmung mit meinen Werten handeln. Egal bei welcher Thematik. Einfach aufs Herz und das Bauchgefühl hören. Wenn es sich gut anfühlt, dann mach ich es. Wenn nicht, dann nicht.

Für mich bedeutet das, dass ich meinen Sohn zum Beispiel nur dann in die Kinderbetreuung geben, wenn es zu 100% stimmig für uns ist. Er ist vier Jahre alt, und hat bis jetzt den Kindergarten verweigert. Wir probieren jetzt eine Kindergruppe, und ich habe eigentlich ein gutes Gefühl dabei, aber who knows!

Es bedeutet, dass ich meinen eigenen Weg als networkerin beschreite und erfinde, um dadurch meine Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Das wird mit Sicherheit auch viel mit schreiben bzw. bloggen zu tun haben:-) also freut Euch 🙂

Und es bedeutet auch, dass es Platz für beide Visionen, der meines Mannes und meiner eigenen, in unserem Leben gibt. Das heißt zwar planen, planen, planen, aber es ist wichtig, dass wir uns beide verwirklichen können. Sowohl als Eltern, als auch beruflich. Okay als Paar wäre es auch noch ganz toll, mehr Zeit zu haben, aber hey wir müssen Prioritäten setzten. Zum Glück sind es bei uns beiden die Gleichen, und keine/r von uns beiden fühlt sich vernachlässigt.

Komme Deinen Verpflichtungen nach

Dieser Punkt ist für mich eher nervig, aber ich muss ja ehrlich sein, und es ist für mich wichtig, dass ich meinen Pflichten, für die ich mich ja selbst entschieden habe, nachkomme. Also was gibt es hier zu tun?

Okay, ein wichtiger Punkt: kochen. Ich bin keine begeisterte Köchin, ich gebe es zu. Aber wenn ich es mir schon selbst nicht wert bin gut für mich zu kochen, dann möchte ich es wenigstens für meine Kinder tun. Frisch, regional und mit ihnen gemeinsam kochen.

Wenn wir schon bei den Kindern sind. Ich will die Kinderzeit in mehr Präsenz verbringen. Da kommt nämlich das nichtstun ins Spiel. Keine Hausarbeit oder sonstiges daneben machen, sondern echt nur spielen, herum sitzen, nichtstun und beobachten. Und absolut Präsent sein. Das wird eine ziemliche Herausforderung für mich, da ich Kreativitätstagträumerin bin. Das heißt mir kommen die besten Ideen beim Tagträumen. Aber egal, ich stelle mich dieser Herausforderung. Absolute Präsenz.

Eine weitere Verpflichtung der ich nachkommen muss, ist die Buchhaltung. Ja ich werde mich mit Begeisterung an die Buchhaltung setzten. Oder zumindest mit Pflichtbewusstsein:-)

Und „last but not least“: meine Finanzen. Besser gesagt unsere Finanzen. Ich verpflichte mich hiermit feierlich, einen besseren Überblick über meine/unsere Finanzen zu haben, und mich zeitgerecht um sie zu kümmern. Ich werde meine Steuergeschichten in andere Hände legen, und mir über meinen Anlagefond Gedanken machen. Ist dieser wirklich notwendig oder nicht? Tja, das werde ich herausfinden.

Bildung ist nichts, was man beenden kann“ Isaac Asimov

Dieser Satz bringt mich zu meinem dritten großen Punkt den ich für 2020 angehen will. Und dieser ist die Bildung. Vielmehr die Weiterbildung.

Ich bin ein absoluter Ausbildungsjunkie, und das hindert mich oft daran, Dinge einfach zu tun.

Ich mache eine Ausbildung nach der anderen, und warte oft zu lange mit meinem Wissen und Können hinauszugehen. Ich beobachte dieses Phänomen eher bei Frauen, und schließe da auf mangelndes Selbstwertgefühl zurück. Aber egal woher es kommt, es soll gehen. Und zwar weit weg von mir. Deshalb werde ich nächstes Jahr genau wählen welche Weiterbildung ich mache, und ob es wirklich, wirklich nötig ist für mich und meinen Job. Also etwas mehr nichttun in dieser Richtung.

Ob tun oder nichttun, ist also bei mir hier die Frage von 2020.

Was ist dein Motto für 2020? Verrate es mir.

Einen tollen Start ins Jahr wünsche ich Euch

Eure Nora

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