Große Liebe: Selbstständigkeit

Der heutige Artikel will irgendwie nicht raus. Ich überlege hin und her, und hab absolut keine richtig geniale Idee.

Aaaaber ich muss diesen Artikel schreiben, denn ich habe mich commitet bei der Blogparade von Michaela Schaechner mitzumachen:-)

Und “mich drücken” geht nun wirklich nicht. Also versuche ich mein Bestes.

Das Thema ist : Mein Weg in die Selbstständigkeit. Also here we go!

Kindergarten, 4 Jahre Volksschule, danach acht Jahre Gymnasium. Nach der Matura Diplom an der Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien, im Bereich Musical, und dann noch das Diplom an der Zirkusakademie Wien. Fertig!

Hier ist mein Weg zur Selbstständigkeit schon zu Ende:-), denn sofort nach dem Ende meiner Ausbildungen stürzte ich mich in dieses, eben genannte Abenteuer.

Meine Laufbahn als selbstständige darstellende Künstlerin, Stuntwoman, Artistin und Kabarettistin startete direkt in der Selbstständigkeit.

Im Kabarett
Artistik mit Comedy

Kabarettvorbereitung

Volksoper Wien, Bühne Baden, Burgtheater, Film, Fernsehen. Alles dabei und frei.

Klar habe ich mal länger an einem Theater gespielt, aber immer nur Stück-bezogen, dass heißt, nicht fix im Theaterensemble engagiert, sondern immer nur für ein maximal zwei Stücke in der Saison. Den Rest der Zeit war ich immer Freelancerin und absolut glücklich damit.

Hiermit ist das Thema eigentlich erledigt oder?

Kleiner Scherz:-)

Ich habe mir überlegt, da mein Weg hin zur Selbstständigkeit sehr kurz und unspektakulär war, meinen Weg durch die Selbstständigkeit zu beschreiben.

Let`s try this!

Warum nicht Lehrerin?

Ich sag es ganz offen und ehrlich. Ich bin ein Lehrer*innen Kind.

Vater Lehrer (mittlerweile Direktor), Mutter Lehrerin, meine Schwester mittlerweile auch Lehrerin. Okay mein Bruder ist Medieninformatiker. Aber sonst nur Lehrer*innen. Ein Hoch auf das Sicherheitsnetz der Beamt*innen.

Aber was wurde aus der quirligen, ungeduldigen, unruhigen und manchmal sehr anstrengenden Nora?

Genau. Pausentrottel. So eine sehr beliebte Bezeichnungen einiger meiner hoch geschätzten Kolleginnen.:-)

Ich hatte schon als Kind einige meiner Talente zum Vorschein gebracht. Wollte mit fünf Jahren Schauspielerin werden, verkaufte am Straßenrand Limonade und von meiner Schwester illustrierte Bilder, und überredete beziehungsweise diskutierte mit meinen Eltern über Alles und Jedes.

Aber eines wollte ich auf gar keinen Fall. Nämlich, Lehrerin werden. Sicherheit hin oder her.

Ich, Nora Summer (damals noch Schleicher…aber das ist eine andere Geschichte), wollte berühmt werden. Hollywood oder zumindest Broadway schwebten mir da vor. Mein Ziel war es berühmt und erfolgreich zu werden.

Was ich damit sagen will?

Ich hatte immer eine Vision. Auch wenn sie leicht größenwahnsinnig war, ich hatte sie. Und das ist eines der wichtigsten Dinge für mich, im Leben.

Nichts treibt Menschen so sehr an.

Natürlich war es nicht immer HalliGalli, sondern manchmal echt hart und anstrengend. Ich musste zum Beispiel am Anfang meiner Laufbahn, als Osterhase verkleidet beim DJ Ötzi Konzert, Ostereier verteilen. Oder bei Minus Graden im unbeheizten Zirkuszelt, Akrobatik vorführen. Aber ich hätte trotzdem nie gegen einen Angestellten Job tauschen wollen. Denn mir war meine Freiheit zu wichtig. Und meine Vision:-)

20 Jahre verdiente ich also mein Geld als darstellende Künstlerin. Für mich war es eine wunderbare Zeit. Meine Hollywoodkarriere hatte ich zwar, außer einen Stunt in “Mission Impossible 5”, wo ich leider raus geschnitten wurde, nicht ganz erreicht. Aber sonst eigentlich Alles, für mich wichtige.

Alles kommt anders, als ich glaub

2015 kam dann mein Sohn zur Welt. Und dies änderte für mich Alles.

Ich war sechs Wochen nach der Geburt wieder Artistisch unterwegs, und hatte echt Stress, so schnell wieder so fit zu werden, und überhaupt und sowieso.

Training mit Schwangerschaftsbauch:-)

Also schaute und hörte ich mich nach Jobmöglichkeiten um, und fand etwas. Natürlich in der Selbstständigkeit.

Ich transformierte mich also von der darstellenden Künstlerin zur selbstständigen Unternehmerin.

Und ich kann euch sagen, auch dass war eine 180° Kurve.

Aber ich konnte mir einfach nichts anderes vorstellen.

Was mir an der selbstständigen Arbeit so taugt, ist:

  • keine/n Chef*in
  • Freiheit pur
  • immer in Bewegung bleiben
  • Selbstverantwortlich leben
  • Persönlichkeitsentfaltung inklusive
  • ausprobieren
  • Transformation am laufenden Band

und, und, und.

Ich bin und bleibe ein Freigeist. Ich will etwas schaffen, und erschaffen.

Und ich mag mir von niemandem sagen lassen, was ich zu tun habe:-)

Natürlich ist es nicht immer nur rosarot. Denn die Selbstmotivation die es braucht, wünscht sich sehr oft einfach nur ein fixes Gehalt, mit Urlaubszeiten und Krankengeld. Aber das geht vorbei. Und das Gefühl, wenn du deiner Mission oder Vision folgst, und dann etwas erreichst, ist gigantisch.

Gleichgewicht ist Alles

Für mich persönlich ist das wichtigste, dass Gleichgewicht von Sicherheit und Freiheit.

In gewissen Lebensbereichen mag ich einfach ein Gefühl der Sicherheit.

Bei mir ist es die Beziehung zu meinem Mann und meine Familie ( ja , da müssen sie durch). Der Rest darf von Freiheit durchflutet sein, und sich immer im Wandel befinden.

Heute hab ich eine ganz andere Vision, als noch vor 20 Jahren.

Ich wünsche mir einen respektvollen Umgang mit der Natur, will mehr Frauen an der Macht, und möchte natürlich trotzdem Hoch hinaus.

Ich möchte Menschen unterstützen und netzwerken was das Zeug hält.

Als Mentorin begleite ich jetzt Menschen beim Aufbau einer eigenen Selbständigkeit, mit meinem Partner*innenunternehmen Ringana. Und diese Arbeit erfüllt mich sehr. Und ja, ich arbeite auch noch als Stuntwoman und Kabarettistin:-) aber nicht mehr als Hauptjob.

Was ich auch sagen kann ist, es ist eine “never ending story”. Und dass macht den Weg auch so spannend.

Ich habe zum Beispiel im Jänner angefangen zu bloggen. Habe mittlerweile meine Website SELBST gemacht, und bin seit zwei Jahren auch Managerin und Obfrau des Kampfsportvereins meines Mannes. HIGH STRIKE.

Mit diesen Aufgaben hätte ich in 100 Jahren nicht gerechnet. Aber hey, ich bin offen für alles.-)

Meine Ziele sind jedenfalls klar: “Hoch hinaus führt auch ein Weg”…und dass in jedem Lebensbereich.

Und eines lasst euch geschrieben sein:-) Liebe muss nicht immer auf den ersten Blick sein. Sie kann sich entwickeln:-)

Meine große Liebe ist jedenfalls die Selbstständigkeit:-)

Wunderschöne Zeit wünsche ich Euch

Eure

Nora Summer

Ich freue mich über eure Kommentare: