Nahrungsergänzung: Was kann sie, und was kann sie nicht?

Meine Beobachtungen in den letzten Monaten und die immer präsenter werdende Diskussion pro und contra Zusatzernährung oder Supplements, wie sie so schön heißen, veranlassen mich einen Blog Artikel zu diesem Thema zu schreiben.

Als “Ökotante mit Glitzer Einschlag”, habe ich früher überhaupt nichts von Nahrungsergänzungsmitteln gehalten. Ich hab mir jeden Tag meinen grünen Smoothie gemixt, mit Zutaten vom Biobauern oder vom eigenen Garten, und war der festen Überzeugung :” Des brauch i alles net.”

Eines Tages jedoch, als ich mit meinem frisch gebackenem Sohn im Tragetuch, vor meinem Smoothie Maker stand, vor Müdigkeit taumelnd und fix und fertig von den Nachwehen meiner sehr langen Geburt, dachte ich mir: “ Vielleicht wäre es doch nicht so schlecht, sich einmal so eine Kräuterkapsel reinzuschmeißen.”

Gesagt getan. 

Was aber sind Nahrungsergänzungsmittel überhaupt?

Wikipedia beschreibt das wie folgt.

Einfach ausgedrückt: Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die Nahrung:-)

Ihre Inhalte reichen von Nährstoffen wie Vitaminen, über Mineralstoffe und Spurenelemente, hinzu Fettsäuren.  Auch Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe sind in vielen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Im Gegensatz zu Lebensmittel sind diese Wirkstoffe in konzentrierter Form und oft in hoher Dosierung formuliert.

Wie werden Nahrungsergänzungsmittel angeboten?

In Form von: 

  • Tabletten
  • Kapseln
  • Pulver
  • Flüssigkeiten
  • Pastillen
  • Brausetabletten

Für mich sind es Kräutermischungen, oder auch “Smoothies to go”.

Was aber genau sind die einzelnen Inhaltsstoffe?

Da haben wir einmal die fettlöslichen und die wasserlöslichen Vitamine die häufig in der Nahrungsergänzung verwendet werden:

  • fettlöslich Vitamine sind zum Beispiel:  Vitamin A, D, KB und E.
  • wasserlösliche Vitamine wären: Vitamin C, B1(Thiamin),B2(Riboflavin), Niacin, B6(Pyridoxin), Folsäure, Pantothensäure, Biotin und Vitamin B12(Cobalamin)

Dann haben wir die Mineralstoffe: Calcium, Kalium,Magnesium, Phosphor, Chrom Eisen, Fluorid, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und Zink.

Die bekanntesten Fettsäuren sind:  Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA) und Omega-6-Fettsäuren.

Als Antioxidantien wiederum werden natürlich vorkommende chemische Substanzen bezeichnet, welche eine ungewollte Oxidation anderer Stoffe gezielt verhindern können. Es handelt sich also nicht um einen einzelnen Stoff, sondern mehr um eine Eigenschaft bzw. Gruppierung von Vitalstoffen, die bei unserer Ernährung sowie Gesundheit eine bedeutende Rolle spielen.

Beispiele für solche Antioxidantien sind: diverse Verbindungen wie Glutathion, Enzyme wie Superoxid-Dismutase (SOD), Vitamine (Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide), sekundäre Pflanzenstoffe (z.B.: Polyphenole), Mineralstoffe, die als Cofaktoren dienen (Selen, Zink, Kupfer).

Und dann sind da noch die sekundären Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel: Carotinoide, Glucosinolate, Phytosterine und Flavonoide. Sie kommen ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor, und sind so ähnlich wie Vitamine.

Okay, aber wann macht es Sinn, Supplements zu mir zu nehmen?

Ich habe einmal gehört, dass ein vierjähriges Kind in der heutigen Zeit dem selben Stresslevel ausgesetzt ist, wie ein 15 Jähriger Jugendlicher in den 50er Jahren.

Alles wird schneller, besser, höher. Ja das ist das 21. Jahrhundert!

Aber was heißt dass für uns Menschen? 

Es gibt vieles, das dem Körper zusetzen kann – sei es eine ungesunde Ernährung, Umwelteinflüsse, psychische Belastung, der Alterungsprozess oder ein hohes Arbeitspensum. Damit die Belastungen nicht überhandnehmen und einen ganz vereinnahmen, sollte man dem Körper eine Auszeit gönnen – psychisch und physisch. 

Stell dir einmal folgende Fragen:

Kann ich…

  • … fünfmal am Tag Obst und Gemüse essen?
  • … jeden Tag eine Wald-duschen nehmen?
  • … genügend Schlaf bekommen?  
  • … mindesten 20 Minuten am Tag Bewegung machen? 
  • … gut zur Ruhe kommen und mir Zeit für mich selbst nehmen?

Und wie viele von Euch fühlen sich zu 100% fit, vital und ausgeglichen? 

Wenn du diese Fragen mit mit JA beantwortet hast, brauchst Du meiner Meinung nach keine Nahrungsergänzung. 

Wenn nicht, würde ich mir das ganze einmal genauer ansehen.

In Wirklichkeit kommt es immer auf das eigene Gefühl an. Fühlst du dich rundum wohl oder könnte es ein bisschen besser sein?

Was können Supplements nicht?

  • Supplements sind keine Medikamente. Für Krankheiten gilt es IMMER eine Ärztin des Vertrauens aufzusuchen.
  • Sie ersetzen keine vollwertige Nahrung. Gesunde Ernährung ist trotzdem wichtig.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Lass Dir ein Blutbild machen, um zu sehen wo ein Mangel im Körper vorherrscht. Wie zum Beispiel Eisenmangel oder Vitamin D Mangel.

Der Markt der Nahrungsergänzung ist riesengroß und sehr umstritten. Suche Dir gute Beratung durch eine vertrauensvolle Person mit viel Erfahrung. 

Good to know:

  • Achte auf gute Qualität: am besten faire Rohstoffe in Bioqualität 
  • Das wichtigste ist eine hohe Bioverfügbarkeit. Die Bioverfügbarkeit eines Inhaltsstoffes gibt an, zu welchem Anteil dieser vom Körper aufgenommen wird und seine Wirkung entfalten kann
  • Verwendung von standardisierten Stoffen. Dies bedeutet, dass ein Rohstoff immer den gleichen Gehalt eines Hauptwirkstoffes aufweisen muss
  • Die Wirkkraft ist am stärksten, wenn die Rohstoffe frisch sind und keine Konservierungsstoffe beigesetzt werden. Schockgefroren oder sonnengereifte und getrocknete Kräuter oder Früchte entfalten die beste Wirkkraft
  • Immer auf die Dosierung achten. Oft wird eine Tagesdosis empfohlen, aber jede/r ist anders, und jede/r reagiert anders. Wenn Du 70 kg hast, musst du anders dosieren als mit einem Körpergewicht von 50 kg.

Persönliches Fazit:

Ich persönlich ernähre mich gesund, mache Sport, aber ich sehe die Zusatzernährung als riesen Salatschüssel mit ur vielen Kräutern und Superfroods drin.

Mir war wichtig meinen Säure-Basen-Haushalt ins “reine” zu bringen, und meinen Zinkhaushalt aufzufüllen. Denn bei jeder Geburt verliert der weibliche Körper einen Jahreshaushalt an Zink. Außerdem hatte ich im Winter immer Vitamin D Mangel. Ich persönlich bin froh dass ich trotz meiner Bedenken die Dinge ausprobiert habe, und fühle mich mit all den Vitaminen und Mineralstoffen vitaler und besser drauf. Natürlich mache ich auch jedes Jahr einen Bluttest, um zu schauen ob alles passt. Und das tut es. Ich habe nicht einmal mehr Eisenmangel. Juhuuu.

Ob es was für dich ist oder nicht, musst du natürlich selbst entscheiden. Höre auf dein Bauchgefühl:-)

So, und jetzt gehe ich Mittagessen und schlucke danach meine Kräuterkapseln mit Rosenwurz, Kurkuma, Buchweizen, Klapperschwamm, Reishi, schwarzem Holunder, Grüntee, Erbsensprossen und Melone:-)

Hast Du Fragen? Wie machst du das?

Lass mir einfach einen Kommentar da. Ich freue mich.

Eure Nora

Nora Summer

Ich freue mich über eure Kommentare: